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KARL STORZ
ZEISS
Grußwort Bundeswehr
Dr. med. Michael Tempel
Dr. med.
Michael Tempel
 

Sehr geehrte Kongressteilnehmerinnen und Kongressteilnehmer,
verehrte Kolleginnen und Kollegen,

für den Sanitätsdienst der Bundeswehr begrüße ich Sie herzlich zum 134. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie in München. Die Veranstaltung verdient insbesondere vor dem Hintergrund der aktuellen sicherheitspolitische Lage unsere volle Aufmerksamkeit, werden wir doch mit Entwicklungen konfrontiert, die uns Mediziner zunehmend vor neue traumatologische Herausforderungen stellen – ob militärisch oder zivil.

Terroristische Bedrohungen erfordern von uns in mancher Hinsicht ein Umdenken, auf jeden Fall aber die Entwicklung von Konzepten, zu denen der Sanitätsdienst mit seiner in den Auslandseinsätzen gewonnenen Expertise beitragen kann.

Das Kongressmotto „VERANTWORTUNG, VERTRAUEN, SICHERHEIT“ bringt es auf den Punkt. Es spiegelt nicht nur die ganz spezifische Beziehung zwischen Patient und Chirurg wider. Ebenso rückt bei allen chirurgischen Spezialitäten der Prozess der „Einheit der Chirurgie“ unter gemeinsamen Grundwerten in das Blickfeld. Dies erfordert gemeinsame Überlegungen, um Herausforderungen mit gleichen Voraussetzungen, quasi mit einem gemeinsamen Zeichenvorrat, zu begegnen.

Dieser Kongress bietet uns ein wesentliches Kooperationsfeld. Dabei spreche ich für den gesamten Sanitätsdienst der Bundeswehr, und wir treten gerne in den intensiven Austausch mit internationalen Gästen, Fachgesellschaften aus dem Aus- und Inland sowie natürlich dem Gastgeber der Veranstaltung.

Austausch bedeutet auch, Gemeinsamkeiten zu betonen und medizinische Vorgehensweisen im Schulterschluss zu schulen. Diese Zusammenarbeit brauchen wir, um im Ernstfall synergistisch wirken zu können. Das betrifft nicht nur Ärzte, vielmehr geht es darum, die Vertreter der Gesundheitsfachberufe und auch die „Entscheider“ im Gesundheitswesen in diesen Dialog einzubinden. Die besondere Bedeutung dieser Veranstaltung kommt auch darin zum Ausdruck, dass hier die Unterzeichnung des Letter of Intent zur Erweiterung gemeinsamen Handelns des Sanitätsdienstes der Bundeswehr und der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie vorgesehen ist.

Wir alle sind betroffen, wenn es um die Behandlung von Trauma- und Terroropfern geht. Der Anschlag in Berlin Mitte Dezember hat uns den ad-hoc-Charakter in unserem Wirken leider wieder nur zu deutlich vor Augen geführt. Je mehr wir dabei aus einem gemeinsamen Fundus schöpfen, desto zielgerichteter können qualitativ hochwertige Ergebnisse erzielt werden. Es freut mich daher sehr, dass gerade das Thema der Ausbildung auf dieser Jahrestagung groß geschrieben wird und das Kapitel „Voneinander Lernen“ wesentlich zur Stärkung des chirurgischen Teamgeistes beiträgt.

So wie wir als Sanitätsdienst mit der Einsatzchirurgie eine besondere Expertise innehaben, sind wir gleichermaßen auf spezifische Fähigkeiten unserer zivilen Kollegen angewiesen, so dass wir uns gegenseitig ergänzen können.

Ich wünsche dem Kongress einen erfolgreichen Verlauf und baue auf den Erfahrungsaustausch mit Ihnen.

Dr. med. Michael Tempel
Generaloberstabsarzt, Inspekteur des Sanitätsdienstes der Bundeswehr